Der Demokratie eine Rettungsgasse – Hier ist Dein Rat gefragt

Der Inhalt dieses Beitrages entspricht der persönlichen Meinung des Autors.

Die Programmabfolge und die Zeitfenster auf dem ND-Kongress im Münster sind ziemlich dicht, kreativ und kompakt. Aus der simplen Frage „Bleiben oder Gehen?“ haben die Programmgestalter*innen um Sven Neumann ein höchst facettenreiches & attraktives Tableau entwickelt, was sie den Ratsmitgliedern vorstellen werden.Hier ins Bild gerückt: Der Erbdrostenhof in Münster.  (Diesem Announcement werden sicher auch ND-Blogbeiträge folgen.) Das führt aber zu einem lösbaren Problem für den Rat. Der Zeitpunkt für den Frühlingsrat ist ungewiss. Teil zwei der Mini-Serie zu anstehenden Ratsentscheidungen.

Seit grauer Vorzeit fand der Rat im Frühjahr am Kongressfreitag statt, parallel zu den Exkursionen. Die Kongressstruktur hat sich verändert, weil Exkursionen quer über die Woche verteilt sind und weil für den Freitagnachmittag inhaltliches Programm geplant ist. Dazu kommt, dass die ND-Kongresse personen-mäßig kleiner ausfallen. Da fällt ein „entschuldigtes“ Fehlen der Schnittmenge Ratsmitglieder / Kongress-Teilnehmende, rund 40 Personen, durchaus auf. Für eine Ratssitzung in der Kongresszeit spricht: keine zusätzlichen Raum- und Übernachtungskosten: Aber aus den Vorjahren ist ebenfalls deutlich, die Ratsvorbereitung bedeutet zum Kongress zusätzlicher organisatorischer Aufwand.

Deshalb hatte die Programmkommission den Vorschlag entwickelt, den Rat einfach an den Samstag dranzuhängen. Wenn die Ratsmitglieder schon einmal zur zentralen Veranstaltung in Münster sind, ist die Überlegung. Außerdem, ein gutes Argument:  Demokratie im Verband ist für interessierte Verbandmitglieder recht einfach erlebbar. Clever aus Sicht der Kongressmacher*innen, aber die Verlängerung bewerten andere als „Strapaze“. Familien wollen nach Hause, während ein Familienmitglied noch im Rat diskutiert. Schwierig, aber nicht unmöglich.

Kommen wir zur nächsten Alternative: Jenseits der Oster- und Kongresswoche ein Rat in Präsenz. Vorstellbar ist, die Ratsmitglieder tagen vom späteren Samstagmorgen bis zum späten Nachmittag. Der Frühlingsrat tagte ohnehin immer halbtägig, im Gegensatz zu seinem großen Pendant dem Herbstrat, der sich über ein ganzes Wochenende erstreckt. Gute Erfahrung haben wir in Köln mit dem Kapitelsaal von In Via gemacht in direkter Nachbarschaft zur Geschäftsstelle in der Gabelberger Straße. Der Vorschlag zieht Kosten für Raum und Catering nach sich. Köln ist nicht unerreichbar. Unüblich, aber vorstellbar.

Die letzte Alternative ist, die Ratssitzung komplett ins Digitale zu verlagern. Damit entfallen der gesamte Reiseaufwand und Raumprobleme. Die technischen Hürden lassen sich lösen.  Dass wir im ND digital tagen und entscheiden können, haben wir in Coronazeiten unter Beweis gestellt. Was dieser Kachel-Variante zum Opfer fällt, ist unser soziale Miteinander und die wichtigen Seitengespräche. Das ist bei den absehbaren Themen wichtig. Der Frühjahrsrat 2023 wird über ein Interventionskonzept und den Kongressort 2025 entscheiden müssen. Da wird politische Begegnung in Präsenz wichtig bis entscheidend.

Also alles in allem eine verzwickte Lage, in der die Ratsmitglieder eine zeitliche Rettungsgasse für die Demokratie finden und bahnen müssen. Demokratie im Verband muss ihren adäquaten Raum finden. Sie ist es wert. Spannend bleibt es in dieser Angelegenheit bis zum Schluss. Denn die Frühlingsratsterminentscheidung ist Sonntagmittag der letzte Punkt auf der Münsteraner Agenda.

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