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Stellungnahme der Leitungen des Bund Neudeutschland zu den Missbrauchsfällen an Jesuiten-Kollegien

Köln, den 12. Februar 2010. Missbrauch jedweder Art von Kindern und Jugendlichen, insbesondere  von Schutzbefohlenen, ist für uns ein Verbrechen und unentschuldbar. Es verletzt ihre Persönlichkeit und ihre Menschenwürde zutiefst und die Folgen wirken bis in die nächste Generation. Wir wissen, dass dies trotzdem immer wieder in dieser Welt geschieht, auch in Deutschland.  

Wir sind bestürzt, dass Missbrauch nicht nur auch in der Kirche geschieht, sondern dort jahrzehntelang verdeckt wurde und wird, so auch die älteren Fälle an verschiedenen Schulkollegien des Jesuitenordens, die jetzt bekannt geworden sind.  Wir begrüßen und unterstützen die Haltung der jetzigen Leiter des Jesuitenordens und der Jesuiten-Kollegien, die diese Fälle öffentlich gemacht und deren Aufklärung bei größtmöglichem Schutz der Opfer eingeleitet haben, insbesondere weil der  Jesuitenorden unseren Verband seit seiner Gründung über neunzig Jahre hindurch begleitet hat.

Wir fordern, dass besonders in der Kirche allen Fällen von Missbrauch konsequent nachgegangen wird und Kinder und Jugendliche wirksam vor den Tätern geschützt werden, so wie es die Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz „Zum Vorgehen bei sexuellem Missbrauch ...“  vorsehen.

Wir fordern die Täter auf, sich zu stellen und Mitwisser ihr Wissen öffentlich zu machen. Denn nur durch Ehrlichkeit, Offenheit und Transparenz kann weiterem Missbrauch Einhalt geboten werden und den Opfern Hilfe und Gerechtigkeit zukommen.

Unser Mitgefühl, unsere Solidarität und unser Beistand gilt den Opfern.

Karl-Heinz Paulus,Bundesmeister Bund Neudeutschland (ND)

Bernhard Mosbacher, Bundesmeister ND, Geistlicher Leiter KSJ ND-Schülergemeinschaft 

Peter Barzel, Bundesmeister ND, KMF-Leiter 

Der Jesuitenorden hat die Rechtsanwältin Ursula Raue mit der Aufklärung und Verfolgung der Fälle beauftragt. Frau Raue war von 2003 bis 2009 Präsidentin der Opferschutz-Organisation Innocence in Danger, die sich seit 1999 international gegen Missbrauch und sexuelle Ausbeutung von Kindern einsetzt und Spezialisten, Organistionen, Politik und nationale Initiativen vernetzt.

Rechtsanwältin Ursula Raue, Mommsenstr.11, 10629 Berlin, Tel. 030 / 327 667 10, Fax 030 / 327 059 05, www.innocenceindanger.de

Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz „Zum Vorgehen bei sexuellem Missbrauch Ninderjähriger durch Geistliche im bersich der Deutschen Bischofskonferenz“ vom 26. Sept. 2002 www.dbk.de/aktuell/meldungen/2996