Kongress

Vergessen? Spurensuche in der Stadt

Am Dienstagnachmittag, den 03. April 2018, werden wir auf dem Kongress beide Zeitvorstellungen übereinbringen. Dresden ist ein Kristallisationspunkt der jüngsten Zeitgeschichte. In 16 Erkundungen werden wir den historischen Fakten an Ort und Stelle auf den Grund gehen, aber auch lebendige Zeitzeugnisse auf uns wirken lassen. Auch reizen wir die reichhaltige Museumslandschaft aus.

Erinnerungsdialoge – Zeitzeugengespräche

  • August der Starke und Elbflorenz:  Christoph Pötzsch, ehemaliger Leiter des kath. Büros, erläutert das barocke Dresden an der katholischen Hofkirche und dem Umfeld
  • Synagoge und jüdisches Leben: 1840 wurde die von Semper gebaute Synagoge geweiht, 1938 vollständig zerstört. Fast ein Wunder, dass 2001 eine neue Synagoge errichtet wurde. Alexander Nachama berichtet über das wechselvolle jüdische Leben.
  • Der 17. Juni und Dresden zur DDR-Zeit
  • Der 13. Februar und kontroverses Erinnern: Der Gedenktag der Bombardierung ist ein explosiv-politisches Streitthema. Über die Instrumentalisierungen der jüngsten Geschichte diskutieren wir mit Dr. Joachim Klose.
  • Herbst 1989 - Friedliche Revolution. Ehm. OB Dresden Dr. Herbert Wagner gehörte zu der „Gruppe der 20", die erstmals in der DDR einen friedlichen Dialog zwischen Demonstranten und Staatsmacht vermittelten. Zudem ist er Vorsitzender des Vereins "Bautzener Straße". Ist auch Teil des KiJu-Programms.
  • Bunte Kirche Neustadt: Mitten im Szeneviertel öffnen sich Räume für kirchenferne und suchende Menschen. Ein Projekt mit wechselvoller Geschichte, mit Antonia Kirtzel.

Museumsführungen

  • Hygienemuseum:  Präsentiert rund um die Kernausstellung „Abenteuer Mensch“ die kulturellen, sozialen Veränderungen in der Gesellschaft.
  • Militärmuseum: Eine Spurensuche nach den Ursachen von Krieg und Gewalt. Die neue Konzeption im Libeskind-Gebäude durchbricht militaristische Konventionen.
  • Gedenkstätte / Gedenkweg Pirna-Sonnenstein ; erinnert an die Euthanasie-Aktion des NS-Regimes. Entstanden ist die Gedenkstätte durch eine Bürgerinitiative nach der Wende. 

Stadtführungen

  • Neustadt: liegt am rechten Ufer der Elbe, nach der Brandkatastrophe 1685 im barocken Stil wieder aufgebaut findet sich in der Neustadt neben Bauten der Jahrhundertwende viel kulturelles Leben. 
  • Bombardierung Dresden Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges kommt es zu einem verheerenden Angriff auf die Stadt. Die Recherche zeigt Kriegsschäden und Aufbauleistungen.
  • Architektur- und DDR-Geschichte - am Beispiel der großen Einkaufsstraße vom Bahnhof zur Kathedrale führt mitten hinein in die pulsierende Stadtmitte
  • Die russische Seite Dresdens: In der DDR galt Dresden als ein sowjetischer Kristallisationspunkt. Wir spüren den deutsch-russischen Beziehungen nach.
  • Semperoper: Neben der Frauenkirche wahrscheinlich das zweibekannteste Wahrzeichen erlebte die Sächsische Hof- und Staatsoper glanzvolle Höhepunkte und furchtbare Katastrophen
  • Buchmuseum: Der einzigartige Maya-Codex in der Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek zeigt uns eine ganz andere Geschichtsüberlieferung und wirft viele Fragen auf.