Kongress

Exkursionen in Dresden

Das alles ist Dresden: Frauenkirche und Alte Meister, Blaues Wunder und Grünes Gewölbe, moderne City und barocke Altstadt, Elbflorenz und sächsische Landeshauptstadt. Sie wollen diesen einzigartigen Charme Dresdens etwas genauer entdecken? Herzliche Einladung!

Am Kongressfreitag, den 06. April 2018, eröffnen abwechslungsreiche Exkursionen hierzu verschiedene Zugänge, u.a. mit drei verschiedenen Stadtführungen, zu Fuß, mit einem roten Doppeldeckerbus oder einer extra reservierten ND-Straßenbahn. Führungen werden zudem in der Frauenkirche, dem Hygienemuseum, dem Militärhistorischen Museum und der Hofkirche angeboten. Für Kunstliebhaber wird vielleicht ein Besuch der Gemäldegalerie Alte Meister oder des Neuen Grünen Gewölbes interessant sein. Als ein etwas entfernteres Ziel steht Bautzen auf dem Programm. Die Vielfalt ist groß. Sie sind eingeladen, auszuwählen. Viel Freude dabei.

Wichtige Informationen: Erkundungen sind für max. 25 Personen gedacht, bis auf die Straßenbahnfahrt mit 50 Personen. Die Verteilung läuft nach der Methode „wer zu-erst kommt, mahlt zuerst“. Anmeldungen sind nur noch im Kongressbüro im St. Benno-Gymnasium möglich. Dort liegen auch Wegskizzen zum Treffpunkt und weitere Informationen zu den Exkursionsorten bereit.

15:00 Uhr

    

EX 01: STADTRUNDGANG

Gut lassen sich Städte zu Fuß erkunden. Mit professioneller Begleitung gelingt dies noch besser. Der Stadtrundgang durch die Dresdner Altstadt führt vorbei an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten, lässt die Teilnehmenden in die wechselhafte Geschichte der Stadt eintauchen und verleiht unserem Kongressort 2018 noch einmal eine andere Facette.

Treffpunkt: Theaterplatz vor der Semperoper, 01067 Dresden

14:00 Uhr

 

EX 02: BESUCH DES LANDTAGES

mit Dr. Christopher Metz, Direktor des Landtages

Das Gebäude des Sächsischen Landtages, das durch seine transparente Glasfassade und die offenliegende Stahlskelettkonstruktion bekannt ist, liegt unmittelbar an der Elbe, nur wenige Minuten von der Altstadt entfernt. Dessen Direktor, Dr. Christopher Metz, öffnet für die Exkursion die Pforten seines Hauses und lässt uns hinter die Kulissen der Landespolitik des Freistaates blicken. Eine vorherige Anmeldung ist aus Gründen der Sicherheit notwendig.

Treffpunkt: Sächsischer Landtag, Bernhard-von-Lindenau-Platz 1, 01067 Dresden

15:30 Uhr

 

EX 03: GLÄSERNE MANUFAKTUR

Nicht erst durch den Tatort ist die Gläserne Manufaktur bundesweit als Gebäude bekannt geworden. Vielmehr ist die ungewöhnliche Sichtbarmachung der Automobilproduktion Wesensmerkmal. Die Manufaktur versteht sich als Symbol der nachhaltigen Neuausrichtung der Marke Volkswagen, da seit 2017 der sogenannte e-Golf an dieser Stelle gebaut wird, und durch eine Erlebnisfertigung dem Besucher die Produktion im Detail sichtbar und hautnah erlebbar werden lässt.

Treffpunkt: Gläserne Manufaktur, Lennéstraße 1, 01069 Dresden

14:00 Uhr

 

EX 04: ÖKUMENISCHES INFORMATIONSZENTRUM

mit Elisabeth Naendorf, Geschäftsführerin

Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung – das sind die Themen der ökumenischen Bewegung, die in den Jahren 1988/89 zur Ökumenischen Versammlung in der DDR und auch zur Friedlichen Revolution führten. In den Abschlusspapieren der Ökumenischen Versammlung wurde zur Fortsetzung des Prozesses vorgeschlagen, regionale Informationszentren einzurichten. Der Stadtökumenekreis Dresden nahm dies ernst und gründete am 1. Juli 1990 das Ökumenische Informationszentrum. Im ÖIZ geben kompetente Gesprächspartner Antwort auf Fragen zu Ökumene, Frieden, Umwelt, Entwicklungspolitik und zur Situation von Migranten in Deutschland.

Treffpunkt: Ökumenisches Informationszentrum Dresden e.V., Kreuzstraße 7, 01067 Dresden

15:00 Uhr

 

EX 05: HYGIENEMUSEUM

Das Museum, eröffnet 1930, versteht sich als öffentliches Forum für Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft. Unter den Leitworten „Staunen – Lernen – Ausprobieren“ widmet sich die Dauerausstellung dem Menschen. In Themenräumen werden Aspekte des menschlichen Lebens angesprochen. So wird das Abenteuer Mensch zu einer Erlebnisreise mit 1.300 Exponaten zum eigenen Körper und zum eigenen Ich, zu seinen Gedanken und Gefühlen.

Treffpunkt: Hygienemuseum, Lingnerplatz 1, 01069 Dresden

15:00 Uhr

 

EX 06: MILITÄRHISTORISCHES MUSEUM

Es gilt als eines der größten militärhistorischen Museen in Europa sowie als eines der vier großen Geschichtsmuseen in der Bundesrepublik. Der Umbau des Gebäudes wurde 2011 nach einem Entwurf des Architekten Daniel Libeskind wiedereröffnet.

Treffpunkt: Militärhistorisches Museum, Olbrichtplatz 2, 01099 Dresden

15:00 Uhr

 

EX 07: RESIDENZSCHLOSS / GRÜNES GEWÖLBE

Der Blick allein auf die Bezeichnungen der unterschiedlichen Ausstellungsräume der ehemaligen Schatzkammer August des Starken lässt erahnen, welche Schätze sich im historischen Grünen Gewölbe den Besucherinnen und Besuchern offenbaren: Vom Bernsteinkabinett gelangt man in das benachbarte Elfenbeinzimmer, von dort aus durch das Weißsilberzimmer und das silbervergoldete Zimmer schließlich in das Juwelenzimmer.

Kostenbeteiligung: 10 €

Treffpunkt: Residenzschloss, Theaterplatz 1, 01067 Dresden

15:00 Uhr

 

EX 08: GEMÄLDEGALERIE ALTE MEISTER

Von Meisterwerken zu sprechen, die sich in der Gemäldegalerie finden lassen, ist sicherlich keine Übertreibung: Die sixtinische Madonna von Raffael, Werke von Dürer, van Eyck, Holbein, Rubens, Rembrandt, Poussin, Claude Lorrain und Murillo – von der Frührenaissance bis zur Aufklärung trifft sich das „Who is Who“ der Malerei. Die Exkursion ermöglicht durch eine Führung einen Zugang zu den einzigartigen Werken.

Kostenbeteiligung: 10 €

Treffpunkt: Residenzschloss, Theaterplatz 1, 01067 Dresden

14:00 Uhr

 

EX 09: FAHRT MIT DER ND-STRASSENBAHN

mit Christian Berger, Dresden

Ein besonderes Highlight des Kongress: Eine Fahrt mit einer Straßenbahn der Dresdner Verkehrsbetriebe. Gesteuert von dem NDer Christian Berger, der in Dresden studiert und neben der Uni als Straßenbahnfahrer arbeitet. Kreuz und quer wird er uns auf der Schiene durch die Altstadt „ruckeln“. Zugleich fungiert Paul Klahre, ebenfalls Student in Dresden, als Fremdenführer, und berichtet über die Sehenswürdigkeiten an der Strecke.

Treffpunkt: St. Benno-Gymnasium, Haupteingang

14:00 Uhr

 

EX 10: FRAUENKIRCHE

Die Frauenkirche Dresden blickt auf eine tausendjährige Geschichte zurück. Bereits die verschiedenen Vorgängerkirchen waren der Mutter Gottes geweiht und trugen den Namen Frauenkirche. Im 18. Jahrhundert entstand dann der berühmte Kuppelbau George Bährs, der 200 Jahre das Stadtbild Dresdens prägte. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Kirche zerstört. Ihre Ruine verblieb als Mahnmal im Herzen der Stadt. Nach dem Wiederaufbau stehen immer wieder Gäste Dresdens fasziniert auf dem Neumarkt und betrachten das Miteinander von hellen und dunklen Steinen in der Fassade der Frauenkirche. Und selbst so manchem Dresdner wird bei diesem Anblick erst wieder richtig bewusst, dass dieser mächtige barocke Kuppelbau zwischen 1993 und 2005 aus einem riesigen Trümmerberg erwachsen ist. Getreu dem historischen Vorbild und unter weitmöglichster Verwendung des originalen Materials, das exakt an seinem ursprünglichen Platz eingefügt wurde, entstand dank Spenden aus ganz Deutschland und aller Welt diese besondere Kirche wieder, die von vielen Menschen aus aller Welt besucht wird und heutzutage ein Ort des Friedens und der Versöhnung ist, der dazu einlädt, die damit verbundene Botschaft aufzunehmen und weiterzutragen.

Hinweis: Exkursion ist nicht barrierefrei

Treffpunkt: Frauenkirche, Neumarkt, 01067 Dresden

14:00 Uhr

 

EX 11: HOFKIRCHE

Hier feiern Christen seit 250 Jahren Gottesdienst. Bis 1918 diente das Gotteshaus als Hof- und Pfarrkirche zugleich. Beim Luftangriff auf Dresden am 13. Februar 1945 wurde es stark zerstört. Ab 1962 konnte das Hauptschiff der Kirche wieder genutzt werden. 1980 wurde die Hofkirche zur Kathedrale des Bistums Dresden-Meißen erhoben. Dieses einmalige Kunstwerk erbaute Gaetano Chiaveri von 1739 bis 1751 im Stil des römischen Spätbarock. Auftraggeber waren Friedrich August II., Sohn August des Starken, und seine Gemahlin Maria Josepha. Während die äußere Gestalt durch den Bildhauer Lorenzo Mattielli die Konzeption Chiaveris nach großer Lebendigkeit und Vielfalt unterstreicht, ist das Innere der Kirche schlicht. Es fehlen Deckengemälde und farbige Marmorierung. Das gesamte Orgelwerk der letzten und größten Orgel Gottfried Silbermanns war im 2. Weltkrieg ausgelagert worden. Der Orgelprospekt verbrannte und wurde nachgestaltet. Unter der Kirche befindet sich eine Gruft, in der die katholischen Mitglieder des kurfürstlichen, später königlichen Hauses Wettin beigesetzt sind. Auch die Kapsel mit dem Herzen August des Starken wird hier aufbewahrt. In der ebenfalls unter der Kirche liegenden Bischofsgruft werden die Bischöfe des Bistums Dresden-Meißen bestattet.

Treffpunkt: Hofkirche, Schloßstraße 24, 01067 Dresden

13:30 Uhr

 

EX 12: BAUTZEN SIMULTANDOM

mit Domkapitular Veit Scapan

Der Dom St. Petri im sächsischen Bautzen zählt zu den baukünstlerisch bedeutendsten mittelalterlichen Sakralbauten in Sachsen. Sein besonderer geschichtlicher Rang beruht auf seiner Nutzung als größte und älteste Simultankirche Deutschlands: Die katholische Kirchengemeinde nutzt den Chorraum, die protestantische das Langhaus für ihre jeweiligen Gottesdienste. Dompfarrer Scapan, ein sorbischer Geistlicher, wird neben  Ausführungen zur Geschichte auch zur pastoralen Situation in seiner Pfarrei und im Dekanat informieren.

Kostenbeteiligung: 7,50 €

Treffpunkt: St. Benno-Gymnasium, Haupteingang (Busfahrt)

13:30 Uhr

 

EX 13: BAUTZEN STASI-GEDENKSTÄTTE

mit Barbara Pohl

Der Chinese Kuo geriet ab 1964 in das Blickfeld der DDRStaatssicherheit, da er bereits einigen Menschen zur Flucht über den Diplomatenübergang Checkpoint Charlie in Berlin verholfen hatte. 1965 wurde der am Sozialismus zweifelnde Kuo verhaftet, schwer misshandelt und schließlich in einemGeheimprozess von der DDR-Justiz zu siebeneinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt. Diese Strafe musste er fast vollständig im berüchtigten Zuchthaus Bautzen II absitzen. 1970 unternahm der in jahrelanger Isolationshaft Eingesperrte einen Selbstmordversuch, ehe er 1972 durch die Bundesrepublik freigekauft wurde. Kuo wurde zu einem der drängendsten und bekanntesten Ankläger der DDR-Diktatur und fundierter Kritiker am Kommunismus. Die Gedenkstätte gibt anschaulich Einblick in die verschieden Repressionszeiträume am authentischen Ort.

Kostenbeteiligung: 7,50 €

Treffpunkt: St. Benno-Gymnasium, Haupteingang (Busfahrt)