Seit den frühen 50er Jahren haben sich einheimische und zugezogene Bundesgeschwister sowie Seiteneinsteiger in der Gruppe Chiemgau zusammengeschlossen

Unsere Mitglieder wohnen im gesamten südostbayrischen Raum, der von Miebach bis Salzburg reicht.

Wir treffen uns meist in oder um Rosenheim und dank unserer aktiven Frauen häufig in familiärer Umgebung.

Das Gemeinschaftserlebnis wird durch vielfältige religiöse und kulturelle Aktivitäten der Gruppenmitglieder oder externer Referenten gefördert.

Zu allen Veranstaltungen sind interessierte Gäste jederzeit herzlich willkommen.

Ansprechpartner

Arno Kurz
Heubergstr. 54
83026 Rosenheim
kurzar@t-online.de

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NACHRUF In memoriam Heinrich Geberl (23.09.1922 – 10.04.2009)

Heinrich Geberl, im Bund seit 1932 und ND Urgestein ist am Karfreitag im 87. Lebensjahr verstorben. Sein Leben ruhte auf 3 Säulen, Beruf, Familie und ND. Geboren in Waldmünchen/Opf. kam Heinrich als 5-Jähriger durch die berufsbedingte Versetzung des Vaters nach Amberg, diese von Geschichte, Kultur und Kunst geprägte Stadt. Nach seiner Grundschul- und Gymnasialzeit wurde er mit dem Notabitur in der Tasche zu den Spionage Funkern bei der Luftwaffe eingezogen. Es war ihm vergönnt, die Kriegswirren unbeschadet zu überstehen. Von 1946 – 1950 studierte er Mathematik und Physik in Regensburg und München und war dann als Gymnasiallehrer in Regensburg und Prien und dann 30 Jahre lang am Karolinen Gymnasium in Rosenheim tätig, die letzten 11 Jahre als stellvertretender Direktor. In den darauf folgenden fast 24 Jahren des Ruhestandes setzte er seine Kraft für seine Familie und den ND ein und widmete sich mit Hingabe seinen Hobbys Singen und Musizieren, Gartenpflege, Reisen, Bergsteigen, Astronomie und Holzschnitzen. Bereits im Juli 1945 traf Heinrich bei einer gemeinsamen Singveranstaltung von ND und katholischer Jugend zum ersten Mal seine spätere Frau Anni. Die Liebe zur Musik, zum Gesang und zu den Bergen war von Anfang an ein starkes Band. Im Juli 1952 wurden die beiden von Heinrichs Bruder getraut und viele ND er feierten mit. Aus der Ehe gingen 5 Kinder hervor, die ihren Eltern 9 Enkelkinder schenkten. Heinrich kam bereits als 10-Jähriger mit dem ND in Berührung, als er beim damaligen ND Kaplan Kreutner in der Katharinenkirche in Amberg ministrierte. Sein älterer Bruder war bereits im ND und die heimlichen Gruppentreffen in der Familie waren während der NS-Zeit ein Wagnis. Durch ein ehemaliges Gruppenmitglied verraten, wurde die Familie überwacht und die Eltern mussten als Strafe Schulgeld für ihre Kinder bezahlen. Nach dem Krieg fand Heinrich während des Studiums schnell wieder im ND verlässliche Freunde und wurde 1948 in Fulda zum 2. Bayernmarkleiter gewählt. Er war Mitbegründer der Gruppe Chiemgau in de 60er Jahren und leitete wiederholt die Gruppe, letztmals von 1986 – 1992. Sein tiefer, echter Glaube, seine Kreativität und Musikalität und sein umfassendes Wissen auf naturwissenschaftlichem Sektor waren für uns immer ein Gewinn. Voll tiefer Dankbarkeit denken wir an die vielen unvergesslichen Zusammenkünfte im gastfreundlichen Geberlhaus zurück. Noch 3 Wochen vor seinem Tod trafen wir uns in fröhlicher Runde zu einem Gruppennachmittag bei Heini und Anni, dann warf der Tod seine Schatten voraus. Es war uns noch vergönnt, an seinem Sterbebett Abschied zu nehmen und ein letztes Bundesave mit ihm zu beten. Das am Ende der sehr würdig gestalteten Trauerfeier gesungene alpenländische Volkslied, das er sich selber zu Lebzeiten noch gewünscht hatte, „Lasst uns dem Herren danken, bevor dass wir gehen“, bewegte die Herzen aller und wir können nur noch hinzufügen: Lasst uns dem Herren danken, dass wir ihn hatten! Für die Gruppe Chiemgau: Lisa Kurz