Sie wohnten als NDer im Münchner Osten ...

... prima Schulleute, mehr oder weniger stadtbekannt, wie der Schulrat und KEG - Vorsitzende (1954 - 1970) Ludwig Glück, der Chef des St. Anna Gymnasiums (1962–1983) Walter Lobensommer und der Chef der Bayerischen Landeschule für Körperbehinderte (1961 - 1983) Friedl Kalbhenn, ebenso wie Ärzte, Musiker, Physiker,  Priester und Verwaltungsfachleute. Seit den 1990er Jahren sind nun auch Frauen, die immer schon dazu gehörten, auch formal ND-KMF-Mitglieder unserer Gruppe, oft unsere Ehefrauen.


Da wir in der gleichen Gegend wohnten, trafen wir uns oft am Sonntag zum Gottesdienst, auch mal zum gemeinsamen Essen und halfen uns aus, wenn Hilfe z. B. bei den Kindern notwendig war. Auch für die Gruppenabende gab es kurze Wege, denn wir wohnten gemeinsam im Münchner Osten.  Unser Gruppenkaplan war Herbert Rauchenecker (s.u.), mit dem wir meist einmal im Monat Eucharistie feierten.

 Inzwischen sind viele weggezogen oder gestorben: der Name unserer ND-KMF-Gruppe aber bleibt: München-Ost

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Gruppenkaplan Herbert Rauchenecker verstorben

Unser Gruppenkaplan, Bundesbruder und Pfarrer (ordiniert am 29. Juni 1964, seit 2010 „Geistlicher Rat”)  Herbert Rauchenecker (*17. Mrz.  1939 in der Nähe von Straubing) ist am 4. Dez. 2014 in Fürstenfeldbruck verstorben. Unser liebender Vater schenke Herbert die Vollendung bei ihm.

Das Requiem am 10. Dez. 2014 in St. Magdalena,  Fürstenfeldbruck. leitete Weihbischof Engelbert Siebler; er predigte, gestützt auf persönliche Begegnungen mit Herbert, sehr einfühlsam und genau auf Herbert Zutreffendes. In der Kirche fand auch die Verabschiedung zur Feuerbestattung statt.  (Traueranzeige des Dekans, SZ). 

Herbert war schon als Schüler, nach dem Zuzug aus Passau, in  Fürstenfeldbruck beim ND. Dessen „Hirschbergprogramm" und wohl auch schon seine Begegnung mit dem eher frisch-und-frei denkenden Priester Anton Geyer (er hatte die Greuel des Krieges erlebt und wurde später Generalvikar) in Passau beeinflussten seine Berufswahl und seine Haltung als "Querdenker" in der Kirche. „Nicht die Kirche oder gar der Klerus sind zu verehren, sondern Christus" - das bestätigte ihm Weihbischof Siebler beim Requiem. 

Seine Kirchenbau-Aktivitäten begannen als Student mit dem ND in Öm / Dänemark (1961/1963), 1964 arbeitete er als Diakon in Stockholm. Kirchenbauten führte er vor allem aber als engagierter Pfarrer in Ottobrunn (1971 … 1980) und Neuperlach (1982 … 1997) durch. Dort baute er für die Menschen im Geiste der „Neuen Lebensgestaltung in Christus” nicht nur Kirchen sondern auch moderne Gemeinden auf, in denen „nicht ein Pfarrherr sondern Christus im Mittelpunkt stand”. Insgesamt 21 Jahre hatte er in  „Kirchenbaracken" verbracht. Jeder Routine ist er ausgewichen. Kennzeichnend für ihn sei der Satz in einem Brief an Erzbischof Döpfner: „Mir liegt an unbequemer Arbeit." (Engelbert Siebler in der Predigt). Vorher war er Jugendpfarrer in München und auch bei der Hypo und in Ottobrunn bei MBB  einige Jahre Arbeiterpriester. „Den Geruch der Herde annehmen" nennt das Papst Franziskus. Er förderte später auch das Laienspiel in der Pfarrei und stellte sich Kolping als Präses zur Verfügung.


Studierende für Religionspädagogik / Kirchliche Bildungsarbeit begleitete er bis 1986 in der Praxis und lehrte eine moderne Sicht des Kirchenbrauchtums seit 1980 über 25 Jahre lang an der KU Eichstätt.  Zu diesem Thema publizierte er mehrfach,  zuletzt 2003 zu „Licht- und Feuerbräuchen“.  Ganz im Sinne von ND heißt eines seiner Bücher  „Alte Bräuche – Neues Denken”.   Dort schreibt er: „Wir dürfen uns in der Umweltfrage nicht selbst belügen. Unsere Sünden in diesem Bereich sind ungeheuer. Die Ursache dafür ist ein grenzenloser Egoismus. Wir denken viel zu wenig an die Menschen, die nach uns kommen." (S. 78)

Auch im Jahr 2003 wurde er aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand versetzt, blieb aber noch bis 2009 als Pfarrer in Oberhaching / Deisemhofen.

Herbert Rauchenecker hielt auch mit seinem Handicap weiterhin  gute Verbindung zu seinen Freunden in der Münchner  ND-KMF Gruppe Ost. Die gemeinsamen Eucharistiefeiern, seine kurzen, prägnanten  Predigten mit ungewöhnlichen Themen bleiben dem Mitfeierenden in lebendiger Erinnerung.

Traudl Lobensommer verstorben

Unsere Bundesschwester Traudl Lobensommer, Rechtsanwältin, ist am 14. Okt. 2014, an ihrem 90. Geburtstag, verstorben. Wir, vor allem ihre Gruppe München – Ost, halten sie in Erinnerung als eine sehr noble, bescheidene Frau, die großzügig Bedürftigen half und immer mit dem Leben zufrieden war. Wie ihrem 1990 verstorbenen Ehemann und Bundesbruder Walter Lobensommer (*3. Feb. 1924) lag ihr eine zeitgemäße und ökumenisch orientierte Kirche sehr am Herzen.

Sie wurde am Montag, den 20. Okt. 14, am Münchner Nordfriedhof beerdigt..
Herr, liebender Gott, tröste uns Trauernde, vor allem ihre geliebte Familie,  und schenke der Verstorbenen die Fülle deiner Herrlichkeit.
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Dr. Robert Haselwarter verstorben

Am Sonntag verstarb ein Urgestein des Münchner ND, der Arzt und Bundesbruder Robert Haselwarter (*25. Juni 1914, † 6. Okt. 2013). Er konnte in seiner Wohnung in München-Bogenhausen in geistiger Frische das 99. Lebensjahr erreichen. Seine gütige Ausstrahlung und sein Lächeln bleiben allen, die ihn kannten, im Gedächtnis. Das gilt besonders für die Bundesgeschwister aus der Hochschulring-Gruppe “Paulus – Korinth”;  aus seiner Gruppe München-Ost und aus dem Singkreis. 

Christus, der Auferstandene,   schenke Robert nun die Vollendung in seiner Herrlichkeit!
Das Requiem findet statt am Do. 17.Okt. 2013, 8:00 Uhr in der Kirche St. Georg, München Bogenhausen,  anschließend Beerdigung auf dem Bogenhauser Friedhof.