GRUPPE MÜNCHEN-NORD UND FREISING

Wir trauern um das am 16. März 15 verstorbene Mitglied unserer Gruppe, Prof. Dr. Johannes Gründel: Mehr dazu weiter unten. Hier mehr zum Trauergottesdienst der Uni am 12. Mai 2015.

 

Wir sind Nachbarn ...
... in einer Gruppe, die das Nachbarschaftliche im Münchner Norden (von Milbertshofen über Dachau, Unterschleißheim, dem Schwerpunkt Freising bis Langenbach) im ND zusammengeführt hat. Nachbarschaft heißt bei uns auch: kürzere Wege, Freundschaft, Hilfe und Kontakt im Alltag und Urlaub. Seit der Gründung 1979 kamen immer wieder neue Nachbarn und auch entfernter wohnende Bundesgeschwister dazu. Bei den Nachbarn eher solche, die nicht aus dem Bund stammten. Wir freuen uns auf weitere Nachbarn in unserer Alterslage ab 68 aufwärts und natürlich auch auf jüngere Gäste, die mit unserer Hilfe vielleicht eine Gruppe "Neuer Norden" gründen könnten...

Die Mitglieder ...
... unserer Gruppe, Männer und Frauen, haben vielfältige berufliche Erfahrungen als Arzt, Bildhauer, Lehrer an der Uni, am Gymnasien und an Volksschulen, Hausfrau, Offizier, Richter, Schulberater, Sozialarbeiter oder Wissenschafter und sind kirchlich/politisch/sozial engagiert. Mit den Ehepartnern könnten wir maximal 16 Personen sein.

Wir treffen uns in den Familien ...
Im Mittelpunkt der ca. 5 eigenen Abende im Jahr, die wir nun tageszeitlich nach vorne schieben können, steht der Gedankenaustausch über ein Thema. Referenten zu Vorträgen kommen meistens aus der KMF, sind Gruppenmitglieder oder Bekannte / Verwandte der Gruppenmitglieder. Das Religiöse findet dabei auch seinen Platz - wir sind in vielfacher Hinsicht auf der Suche nach der Lebensgestaltung in Christus. Anschließend ratschen wir bei einem einfachen Imbiss und klären Organisatorisches.
Zu allen Veranstaltungen sind Gäste nach einem Telefonanruf beim Gastgeber (wegen der Wegbeschreibung, der Anfangszeit und der Verpflegung) herzlich willkommen.

Die Wallfahrt der Region München ...
... war lange der spezifische Beitrag der Gruppe München-Nord für die Region; 2007 führten wir zuletzt die Wallfahrt nach Oberberghausen durch. 2011 waren wir in Bergen bei Neuburg / Donau an, organisiert von der Gruppe Altmühl-Donau., 2015 steht für den Mai eine Wallfahrt im Münchner Norden an.

 


 

Wir haben zwischen 2008 und 2012 wieder 4 neue Mitglieder bekommen, denken aber auch gerne an die seit 1985 Verstorbenen der Gruppe:

 

(Absteigend nach Sterbedatum , Stand: 11. Mai 2015):

 

Dr. Johannes Gründel verstorben im März 2015 im Alter von 85 Jahren

Dr. Gerd Hillemann, verstorben im März 2012 im Alter von 96 Jahren

Dr. Manfred Musiol, verstorben im Sep.2011 im Alter von 77 Jahren

Emilie Maurer, verstorben im Mrz.2010 im Alter von 88 Jahren

Ruth Hillemann, verstorben im Feb.2010 im Alter von 90 Jahren

Wolfgang Steckert, verstorben im Jan.2010 im Alter von 74 Jahren

Marianne Baur, verstorben im Nov.2009 im Alter von 81 Jahren

Bernhard Wydra, verstorben im Jan.2009 im Alter von 70 Jahren

Hermann Sieger, verstorben im Jul.2008 im Alter von 71 Jahren

Pfarrer Jakob Hiedl, verstorben im Aug.2007 im Alter von 67 Jahren

Walter Mayer, verstorben im Jun.2006 im Alter von 76 Jahren

Erich Wiesenfeld, verstorben im Okt.2000 im Alter von 82 Jahren

Elisabeth Fink, verstorben im Feb.1999 im Alter von 57 Jahren

Pfarrer Franz X. Pongratz, verstorben im Mai.1998 im Alter von 88 Jahren

Otto Maurer, verstorben im Sep.1992 im Alter von 82 Jahren

Pater Anton Kling sj, verstorben im Aug.1986 im Alter von 80 Jahren

Dr. Karl Hotter, verstorben im Apr.1985 im Alter von 79 Jahren

Ansprechpartner

Werner Honal
Postf. 1203, 85702 Unterschleißheim
Tel. mit AB: (089) 4160 2428
Sprachnachricht u. Fax: 0321 2101 7713 
besser E-Mail: honal@gmx.de

Johannes Gründel verstorben

Unser Bundesbruder, der „weltweit angesehene" (M. Merkur) Moraltheologe Prof. Dr. Johannes Gründel ist tot. Er starb im 86. Lebensjahr am Montagabend (16. März 2015) nach kurzer schwerer Krankheit in der Palliativstation des Freisinger Klinikums.

Das Requiem am Samstag, den 21. März 2015, um 14 Uhr in St. Jakob, Freising-Vötting, feierte, mit vier Konzelebranten, Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger; anschließend war die Beerdigung am Friedhof St. Ulrich Hohenbachern.

Die Fakultät Katholische Theologie der LMU wird ihres verstorbenen Mitglieds in einer Messfeier am Dienstag, 12. Mai 2015 um 19:00 Uhr in der Universitätskirche St. Ludwig gedenken.

Johannes trat dem Bund Neudeutschland (ND) schon als Gymnasiast in Schlesien bei und übernahm als Student und später als Priester auch Leitungsverantwortung auf verschiedenen Ebenen. Von 1978 bis 1985 war er z. B. Regionalkaplan der südbayerischen Region München der KMF im ND.

Seit 1972 war er ehrenamtlch, zunächst neben dem Hochschuldienst, „Dorfpfarrer“, viel beschäftigt und bei Jung und Alt hoch geschätzt, in seinem Wohnort Hohenbachern; örtlich engagierte er sich auch in der und für die Waldkirche St. Clemens Oberberghausen. Die Lebensschutzvereine Donum Vitae in der Region konnten mit seiner Unterstützung rechnen.

Wir trauern um einen großartigen Freund und Menschen und beten, dass Gott sein in Christus gestaltetes Leben nun in der Fülle der Herrlichkeit vollende. „Authentisch, mutig und ganz Seelsorger" so titelte OVB-online zum 85. Geburtstag am 13. Mai 2014, so behalten wir ihn in Erinnerung.

Prof. Dr. Gründel lehrte fast vier Jahrzehnte an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität, 29 Jahre lang hatte er den bedeutenden Lehrstuhl für Moraltheologie inne. Bei vielen strittigen Fragen argumentierte Johannes mit der Verantwortung des Einzelnen und plädierte für eine Erziehung der Menschen zur Mündigkeit.

Mit 220 Theologieprofessoren aus dem deutschsprachigen Raum unterzeichnete er die „Kölner Erklärung", die sich gegen den Zentralismus in der katholischen Kirche. wandte.

Gründel war einer der engsten theologischen Mitarbeiter Kardinal Döpfners. Als er 2009 mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet wurde, fand Kardinal Marx, dass damit auch seine hervorragende Arbeit in der Kirche gewürdigt wurde.

Manfred Musiol überraschend verstorben

Unser Freund und Bundesbruder Dr. Manfred Musiol (*1. Juli 1934,  bis 1998 Philologe am Domgymnasium Freising) ist tot.

Während einer Kulturfahrt in England stürzte er, am Weg zum Frühstück, am Dienstagmorgen, den 20. Sept. 11, in einem Stratforder Gästehaus sehr schwer von der Treppe auf den Steinboden. Im John-Radcliffe-Hospital in Oxford erlag er am 22. Sept. 11 um 10 Uhr den beim Sturz erlittenen Hirnblutungen.
Zu unserer tiefen Trauer über den plötzlichen Tod  kommen Dank und die Zuversicht, dass Gott Manfred in die Fülle seiner uns verheißenen Herrlichkeit aufnehmen wird.
Das Requiem am Samstag,  den 8. Okt. 11, um 9 Uhr in St. Georg Freising zelebrierte  P. Georg Kappeler sj;  anschließend war die Beerdigung auf dem Freisinger Waldfriedhof

Der Verstorbene wünschte, anstelle der zugedachten Blumen und Kränze, eine Spende für:  Generalat St. Magdalena, Konto Nr. 100 0509 38  Liga-Bank Speyer BLZ 750 903 00
Verwendungszweck: Spende für Straßenkinder in Brasilien

Beim bevorstehenden ND/KMF-Regionaltag vom 21. bis 23. Okt. 11 in Freising  tagen wir im "Pallotti". Dort lebte Manfred 6 Jahre  - ein besonderer Ort dann seiner im Gebet zu gedenken.
Seine Gruppe M-Nord / FS wird mit Prof. Dr. Johannes Gründel am Mi., 23. Nov.11 um 19 Uhr in St. Ulrich Hohenbachern einen Gottesdienst für ihn feiern.

Wir danken Manfred
- für seine fundierten geistigen und geistlichen Impulse in unserer ND/KMF-Gruppe
- für seine vielfältige Mitarbeit im ND seit seiner Schülerzeit in Freising
- für sein Engagement in Kirche, Schule und Gesellschaft .
Immer war er aktiv im Geiste der “Neuen Lebensgestaltung in Christus

Für das Dom-Gymnasium besorgte er bis jetzt die Redaktion des "Domspiegels", des Mitteilungsblatts der Freunde des Dom-Gymnasiums Freising und schrieb dort selbst Berichte, Interviews und Glossen. Überregional veröffentlichte er in den "Stimmen der Zeit",  einer Zeitschrift der Jesuiten für christliche Kultur, als Anglist Aufsätze zur aktuellen englischen Literatur.
Seine  Persönlichkeit, seine Liebe zu Kunst und Kultur, zu Wanderungen und Fahrten, seine Freundschaft und seine vernunftgeleitete tiefe Frömmigkeit, alles wir in der ND-Gruppe, mit ihm  erleben durften, werden ihn bei uns stets in liebevoller Erinnerung halten.

Manfred  ist mit drei Schwestern und einem Bruder in Grottkau und Rybnik (Oberschlesien, Polen) aufgewachsen. Nach der Flucht am Kriegsende, zunächst zu Verwandten nach Odersch (Tschechien), gelang ihm 1947 die Aufnahme in die tschechische Mittelschule in Troppau (heute: Opava). Deutsch zu sprechen war damals in der CSSR verboten. 1950 konnte die Familie endlich in die Bundesrepublik Deutschland nach Reuschbach und Kirchmohr bei Landstuhl/Pfalz ausreisen. Der Vater († 1970) fand in Kaiserslautern Beschäftigung.
Für Manfred begann im September 1950 seine Zeit in Freising: bei den Pallottinern im Schülerheim, wo schon ein Verwandter untergekommen war. 1952 trat Manfred dort der ND-Jungengruppe mit Johannes Hörhammer bei. Über Prüfungen aufgenommen, setzte er seinen Bildungsweg in der Mittelstufe des Oberrealschulzweig am Domgymnasium fort.
1956, in dem Jahr starb seine Mutter, legte er dort ein Spitzenabitur ab mit dem er ein Stipendium des Freistaats Bayern bekam. Es ermöglichte ihm ein Studium an der LMU München (Assistent und Doktorand im Fach Anglistik bei Prof. Wolfgang Clemen, dem er in einem Literaturkreis verbunden blieb). Der Hochschulring im ND war ihm ab 1957 Freundeskreis sowie geistige und geistliche Heimat. Dort entwickelte er die Liebe zum Bergwandern und Skifahren, die ihm zeitlebens blieb.
An der Universität Durham (England) konnte er noch vor dem Schuldienst als Lektor Lehrerfahrungen sammeln. Nach Referendariat und 2. Staatsexamen (1966) kam er  als Studienassessor sogleich an das Domgymnasium . Im gleichen Jahr wechselte er vom Hochschulring in die Älterengemeinschaft des ND (heute: KMF) und baute 1979 die neue KMF-Gruppe München-Nord / Freising mit auf, die er ab 1988 einige Jahre leitete und auf Regionalabene vertrat.  Neben Berichten von seinen Reisen quer durch die Welt gab er der Gruppe oft auch religiöse Impulse, sei es z. B. aus dem Werk Kardinal Henry Newmans, im Gespräch zum Verhältnis Judentum-Christentum oder in der Führung durch die Freisinger Engelausstellung.

Bis 1998 war er am Domgymnasium  Lehrer für Geschichte und Englisch, zuletzt Englisch-Fachbetreuer und Schulspiel-Leiter. Auch noch als Pensionär war er dem Domgymnasium, z. B. als Redakteur des "Domspiegels", sehr verbunden.

Manfred lebte in Freising alleinstehend. Seine Angehörigen hatten die Beerdigung in Freising auf Samstag, den 8. Okt. 11, gelegt, um die Anreise der weit verstreuten Verwandtschaft und auch für Manfreds Lebensgefährtin Mireille P. aus der Nähe von Marseille, zu erleichtern.

Für die ND/KMF-Gruppe  München-Nord u. Freising:
Werner Honal

 

 


Nachruf

Nach kurzer schwerer Krankheit ist unser Bundesbruder Wolfgang Steckert am 1. Jan. 10 im 75. Lebensjahr gestorben. Seine Gruppe München-Nord und die KMF trauern um ihn und bitten Gott, dass ihm die uns verheißene Vollendung in ewiger Herrlichkeit zu teil wird.

Requiem und Beerdigung waren am 7. Jan. 2010 in Gmund am Tegernsee, in der Pfarrkirche St. Ägidus, in der er und seine Frau Christa, mit der er 3 Kinder hatte, sich als Laien vielfältig engagierten.

Das Oberland, einschließlich der Gebirgsschützen, war ihm nach der Vertreibung aus dem Sudetenland und der Nachkriegszeit in Berlin zur zweiten, lieben Heimat geworden. – die er auch seine KMF-Gruppe München-Nord miterleben ließ. Für diesen Sommer plante er schon, diesmal beim Spitzingsee, wieder einen Gruppenausflug, den wir im Gedenken an ihn durchführen werden. Als treuer NDer war er stolz darauf, ein „Franz Mahr“-Gewächs zu sein, der ihn im Internat in Aschaffenburg für den ND gewann und prägte. Auch vom PT, Pater Tanner im Berliner ND, konnte er begeistert erzählen. Als Dipl.-Ingenieur, der sich auf die Technik und Sicherheit der Personenaufzüge spezialisierte, war er oft auf der Achse, konnte davon viel berichten und uns gute Tipps für alle Fahrtenplanungen geben.

Seine trauernde Familie, der unser Mitgefühl gilt, hat aus einem Gedicht, das von einem am Horizont verschwindenden Segelschiff handelt, die oben im Bild wiedergegebene letzte Strophe für die Traueranzeige gewählt.

Wir denken bei diesem Text auch an Wolfgangs im Sommer 2008 verstorbenen Freund Hermann Sieger, mit dem er beim ND in Berlin und der KMF-Gruppe München-Nord zusammen war. Gemeinsam engagierten sie sich als Ingenieure auch im VDI und bei den Maltesern. Es freuen sich also liebe Menschen, ihn in der uns verheißenen Herrlichkeit Gottes in einer für uns kaum vorstellbaren Art wieder zu sehen – jenseits des sichtbaren Horizonts.