Zeichen christlicher Hoffnung

Das Begräbnis und das Grab als Zeichen der christlichen Hoffnung
Am 16.1.2012 sprach Konrad Herrmann zum oben genannten Thema im Salesianum in Eichstätt.
Als Einstieg bezog er sich auf das Evangelium vom Vortag: Meister, wo wohnst du? Damit war der Verweis auf unsere christliche Bleibe gegeben, nämlich beim Herrn.
Im Gegensatz zu dieser Bleibe nach dem christlichen Sinn stehen heute oft Trends, in denen das Begräbnis zelebriert wird mit Hilfe von musikalischen Einspielungen oder sogar Videos, die den Toten als Lebenden verherrlichen. In die gleiche Richtung weisen die Sterbebilder, die eher Feld-, Wald- und Wiesenbilder sind und selten genug einen Bezug zum Kreuz bzw. zu Gott enthalten.
Auch der in Mode gekommene Friedwald nimmt diese gottesferne Einstellung auf, wenn Asche unter dem Baum verteilt wird in der Hoffnung, dass der Baum mit Hilfe dieser Erde ein Blatt hervorbringt, das ein „Weiterleben“ des Toten auf diese Weise ermöglicht.
Konrad stellte dieser einseitig individualistischen Sichtweise und dem Transparenzverlust die Würde des Menschen gegenüber, der von Gott erschaffen ist und somit nach dem irdischen Tod in Gott weiterlebt, ja seine Identität als durch Gott gesichert erfährt, auch wenn Alter und körperlicher Verfall den Menschen im Leben verändern. Denn die im Leben geschenkte Liebe macht den Himmel aus, der den Sterbenden nach dem Tod erwartet.
Der Abend war durch Zwischenfragen und eine lebendige Diskussion geprägt, die das allge-meine Interesse spüren ließ, das noch zusätzlich durch das von Konrad vorgetragene Lied „Wenn’s wirklich gar nicht anders geht: Ich möcht im Stehen sterben“ (R.Mey) und die auf Folien gezeigten Totenmasken berühmter Dichter und Komponisten geweckt worden war.
Text und Bild: Inge