Der Mensch zwischen Gott und gottwidrigen Mächten

Der Mensch zwischen Gott und gottwidrigen Mächten

Am 16. 01.2014 sprach Alfred im Caritas-Pirckheimer-Haus in Eichstätt über das Thema "Versuchung im AT und NT" .
Alfred wählte aus dem AT die Versuchung Abrahams, seinen Sohn Isaak zu opfern. Es ergibt sich zunächst die rhetorische Frage, was dieses Verlangen Gottes bedeutet, zumal es in dieser Zeit in Israel keine Menschenopfer mehr gab. Die Versuchung Abrahams muss als Prüfung Gottes verstanden werden, ob Abraham Gott wirklich gehorsam ist. Gott führt den Menschen in Versuchung, nicht um ihn zu Fall zu bringen, sondern um ihm die Chance der Bewährung zu geben. Im NT wird die Versuchung mit den Schwächen des Menschen gleichgesetzt, z.B.seine Begierden, sein Neid, seine Habsucht, die er kraft seiner Entscheidung Gott zuliebe überwinden soll. Denn der Mensch genügt Gott nicht, weil er eine Seinsschuld hat. Durch sein Leiden und Tod wird uns Menschen aber eine Erlösungsmöglichkeit geschaffen.
Die Versuchung Jesu durch den Teufel in der Wüste ist gleichsam eine Verbildlichung der Schwächen des Menschen (panem!)
So stellt auch die Vaterunser-Bitte "Und führe uns nicht in Versuchung" eine Bitte um Schutz vor einer Prüfung durch Gott dar, wobwei der Mensch darauf vertrauen kann, dass Gott im Falle eines Vergehens die Sühne dafür annimmt.
Offen blieb am Ende des Vortrags die Frage, ob in der Bitte "sondern erlöse uns von dem Bösen" der oder das Böse gemeint ist.
Text: Inge