Kongress

Die Workshops am Dienstag

Obwohl die Digitalisierung inzwischen fast jedes Kinderzimmer, einsame Dörfer in Afrika und nicht zuletzt auch unsere Kirchen erreicht hat, haben wahrscheinlich nur die Wenigsten mit der Vielzahl von Aspekten unseres Kongress-Themas bereits Erfahrung sammeln können.

Um mögliche Lücken schon am Beginn etwas auszugleichen und dadurch den späteren Diskussionen besser folgen zu können, bietet der Kongress am ersten Programm-Tag einführende Workshops an, die unter verschiedenen Aspekten leicht verständliche Basisinformationen liefern.

WS 1: Grundlagen der Digitalisierung: von Codes, Hard- und Software

Wie werden Wort-, Bild- oder Textinformationen in digitale Darstellungen umgewandelt, digital verarbeitet, gespeichert, gesendet und gelesen? Einführung in die wichtigsten Methoden, Codes, Hard- und Software-Bausteine. (Prof. Dr. Achim Rettberg, Hella, Lippstadt)→ AK 10

WS 2: Wie funktioniert eigentlich das Internet?

Übertragungswege, Netzwerkstrukturen, Internetprotokoll und Domänennamen  werden anhand von Beispielen erläutert und diskutiert. (Prof. Dr. Wolfgang Sohler, Paderborn)→AK 11

WS 3: Die neue digitale Welt

Eine Tour d`Horizon bringt uns Smart Home, Tele-medizin, -arbeit, Online-Learning, Internet der Dinge, u.a. näher.  (Dr. Christof Hoentzsch, Paderborn)→ AK 03

WS 4: Facebook und Co:

Wie nutzt man soziale Netzwerke? Welche Möglichkeiten bieten sie und wo liegen die Risiken bzw. wie weit lassen sich diese vermeiden? (Robert Jungkamp, KSJ)

WS 5: Künstliche Intelligenz und Cyberspace

Wie weit lässt sich menschliche Intelligenz und die Welt, in der wir uns bewegen, mittels digitaler Systeme nachbauen oder auch vortäuschen? Wie weit und zu welchem Zweck können völlig neuartige Formen von Intelligenz und virtuellen Welten geschaffen werden? (N.N.)

WS 6: Die Bedeutung des Vernetztseins

Mit der digitalen Vernetzung entsteht nach Aufbau von Verkehr-, Telefon- und Funknetzen ein neuer Grad an globaler Zusammenführung. Welche Änderungen für den einzelnen Menschen, für menschliche Beziehungen und für Gesellschaften / Kulturen sind zu erwarten und wirklich erstrebenswert? (Kurt Schanné, Schwerin)

WS 7: Technikfolgenbewertung digitaler Systeme:

In welcher Richtung sich unser Leben durch digitale Medien verändert, wird durch Entscheidungen von Technikern, Politikern und jedem Einzelnen bei Kauf und Nutzung mitentschieden. Welche Ziele und Folgen sollten aus christlicher Sicht dabei gefördert oder vermieden werden? (Dr. Gerd Weckwerth, Köln)

WS 8: Risiken und Umgang mit möglicherComputer(Spiel-)sucht:

Im Mittelpunkt stehen hierzu Erfahrung mit unterschiedlichen Sicht- und Handlungsweisen in der Familie. (Raimund und Stefan Fischer, Schmallenberg).

WS 9: Paarberatung online

Welche speziellen Möglichkeiten sind für Ehe-, Familien- und Lebensberatung in den digitalen Medien gegeben und wie werden sie im Vergleich zu anderen Wegen der Beratung genutzt? (Monika Holtkamp, EFL-Beraterin im Bistum Münster)

WS 10: Medienentwicklung und Medienkompetenz

Mit dem web 2.0 und dem Erfolg sozialer Netzwerke erhalten speziell junge Nutzer eine aktivere Rolle, die in der Bildungsarbeit zunehmende Berücksichtigung findet. Welche Perspektiven ergeben sich daraus für den Aufbau speziell kirchlicher Medienkompetenz?   (Stefan Lesting, Öffentlichkeitsreferent BDKJ-Köln, AK5, AK6, AK8)

WS 11: Das digitale Informations- und Bildungsangebot der katholischen Kirchen

Welche Zielgruppen werden angesprochen? Wie interessant und modern auch in Bezug auf die technischen Möglichkeiten ist das Internet-Angebot der katholischen Kirche bzw. ihren zugeordneten Organisationen gestaltet. Gibt es Unterschiede zu den Angeboten anderer Kirchen, Religionen und Weltanschauungen? (Jürgen Holtkamp, Dülmen, →AK6)

WS 12: ND-KMF Blogs, Websites, Server & Co

Wie präsentiert und bewegt sich die KMF in der virtuellen Welt?  Nutzen wir diese Medien ausreichend oder ist der Geld- und Zeitaufwand dafür eher in den Wind gesetzt? (Michael Schler, betreibt die (Neuer)Burgseiten Foren-Fr)

WS 13: Digitalisierte Arbeitswelt:

Durch die Digitalisierung werden nicht nur viele bisherigen Berufsbilder völlig verändert, sondern entstehen auch völlig neue Berufsbilder. Welche Aspekte beruflicher Arbeit sind davon besonders betroffen und welche gesellschaftlichen  Herausforderungen sind damit verbunden? (N.N. Foren am Do.)

WS 14: Zur Geschichte des Computers

Die unglaubliche Entwicklung vom ersten Digitalrechner (Konrad Zuse) mit Hunderten von Relais-Schaltern bis hin zu heutigen Computern mit hochintegrierten Schaltkreisen, betrieben mit komplexer Software (Bill Gates), soll skizziert werden. (N.N.)→ 3. Forum am Do.

WS 15: Chancen und Risiken von Online-Diensten

Wie jede Innovation hat das Nutzen von Online-Diensten zwei Seiten. Dazu gibt es konkrete Beispiele: u.a. E-mail, Skype, Netzwerk-, Fernseh- und Video-Diensten  (Prof. Dr. Gudrun Oevel, Paderborn)

Es geht um Grundfragen

Die Workshops sind in ihrer Dauer nur auf eine Stunde angelegt, so dass jeder Teilnehmer aus dem Angebot zwei Workshops besuchen kann. Da jeder Workshop auf Grundfragen eingeht, ist deren thematische Unterscheidung eher als Schwerpunkt anzusehen, unter dem sich die Chancen und Risiken der Digitalisierung beispielhaft erkennen lassen. Ein ausreichender Teil der Stunde soll auf jeden Fall für Rückfragen der Teilnehmer zur Verfügung stehen. Dabei ist geplant, alle Fragen festzuhalten und weiterzugeben, die in der Kürze der Zeit sich nicht beantworten lassen, aber in zugehörigen Referaten, AKs und Foren eine Rolle spielen sollten.

Flexible Organisation - freie Wahl

Alle Workshops werden zweimal nacheinander um 15:00 bzw. um 16:00 Uhr angeboten. Eine besondere Herausforderung dieser Planung wird der möglichst schnelle Wechsel aller Teilnehmer in einen anderen Workshop sein.

Da keine vorherige Anmeldung zu den einzelnen Workshops geplant ist und dennoch möglichst alle Angebote etwa gleichmäßig besetzt werden sollen, werden die Teilnehmer gebeten, flexibel zu sein und sich bei einem bereits voll besetzten Klassenraum spontan für einen anderen noch weniger gut besetzten Workshop zu entscheiden.

Richtschnur sollte dabei neben dem eigenen Interesse sein, Themen zu wählen, mit denen man sich bisher noch wenig oder gar nicht beschäftigt hat, um mögliche Lücken zu schließen.